
In der heutigen Zeit, in der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz immer wichtiger werden, spielt die Sanierung von Gebäuden eine entscheidende Rolle. Besonders im Bereich der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik sind maßgeschneiderte Lösungen gefragt, die sich nahtlos in bestehende Architektur und Gebäudestrukturen integrieren lassen.
Kampmanns Expertise liegt genau in dieser Schnittstelle: Individuelle Konzepte, die nicht nur den neuesten technischen Standards entsprechen, sondern auch perfekt an die spezifischen Anforderungen und räumlichen Gegebenheiten jedes Projekts angepasst sind.
Im Folgenden werden zwei Sanierungsprojekte vorgestellt. Das Marnix-Gebäude in Brüssel sowie das NEXT-Bürogebäude in Lyon – zwei Beispiele dafür, wie sich anspruchsvolle Sanierungsvorhaben mit maßgeschneiderten Lösungen erfolgreich umsetzen lassen.
Der Hauptsitz der ING-Bank in Brüssel, das Marnix-Gebäude, wurde 1964 errichtet und in den vergangenen Jahren umfassend revitalisiert. Heute gilt es als Vorzeigeprojekt für Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit und wurde mit dem BREEAM-Interimszertifikat „Outstanding“ ausgezeichnet – der höchstmöglichen Bewertung nach internationalen Nachhaltigkeitsstandards. Damit zählt das Marnix-Gebäude zu den führenden Referenzprojekten im Bereich nachhaltiger Bestandsmodernisierung.

Ein zentraler Schwerpunkt der Sanierung lag auf der konsequenten Wiederverwendung vorhandener Materialien sowie auf einer nachhaltigen Materialauswahl. Ergänzt wurde dies durch zahlreiche energieeffiziente Maßnahmen: Photovoltaik-Module zur Erzeugung erneuerbarer Energie, ein nahezu vollständig begrüntes Dach, neue dreifach verglaste Fenster sowie ein unterirdisches Reservoir zur Sammlung von bis zu 200 m³ Regenwasser, das für sanitäre Zwecke und zur Kühlung genutzt wird. Darüber hinaus wurden mehr als 9.940 m² alte Teppichfliesen recycelt und eine spezielle Fassadenbehandlung trägt aktiv zur Verbesserung der Luftqualität bei.

Auch Kampmann leistet einen wesentlichen Beitrag zum nachhaltigen Gesamtkonzept des Gebäudes. Im Marnix-Gebäude wurden insgesamt über 1.800 Unterflurkonvektoren des Typs Katherm HK installiert, was einer Gesamtlänge von fast zwei Kilometern entspricht. Zum Einsatz kamen Geräte in der Baugröße 340 × 165 mm in 4-Leiter-Ausführung mit Aluminium-Rollrost in Naturausführung, ausgelegt für den Anschluss von Frischluft. Je nach Anforderung wurden die Einheiten entweder mit einem oder zwei Primärluftstutzen ausgestattet.
Die maximale Kanallänge war projektseitig auf 1.050 mm begrenzt und wurde entsprechend umgesetzt. Neben der vorgegebenen Gerätegröße waren auch ein definierter maximaler Schallleistungspegel sowie die erforderliche Kühlleistung maßgebliche Planungskriterien. Die Geräte wurden daher in elektromechanischer Ausführung realisiert und werkseitig mit vormontierten Ventilkits inklusive herausgeführtem Vor- und Rücklauf geliefert, um eine schnelle und sichere Montage zu gewährleisten.
Gerade bei diesem Projekt erwies sich diese Lösung als ideal, da eine Installation der gebäudetechnischen Komponenten in den Decken konstruktiv nicht möglich war. Die Unterflurkonvektoren ermöglichen dennoch eine effiziente Klimatisierung, ohne die Architektur oder die bodentiefen Fenster zu beeinträchtigen. Eine Montageabdeckung zum Schutz während der Bauphase stellte zudem sicher, dass die Geräte bis zur Inbetriebnahme unbeschädigt blieben. Dadurch bleiben sowohl der freie Ausblick als auch die hohen Designansprüche des Gebäudes vollständig erhalten.
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Nachhaltige Gebäudesanierung, energieeffiziente Technik und hoher Raumkomfort können Hand in Hand gehen. Selbst komplexe Herausforderungen – wie eingeschränkte Deckenhöhen, hohe Designansprüche oder die Integration moderner Technologien in historische Bausubstanz – können sich mit maßgeschneiderten Konzepten erfolgreich bewältigen lassen. Wir unterstützen Sie gerne dabei, Ihre Räume effizient, nachhaltig und zukunftsfähig auszustatten.


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